Wie entsteht Kondenswasser am Fenster?
Kondenswasser bildet sich immer dann, wenn warme, feuchte Luft auf eine kalte Oberfläche trifft. Die Luft kühlt ab und kann die Feuchtigkeit nicht mehr halten, sie kondensiert zu Wasser. Am Fenster passiert genau das.
Die warme Raumluft enthält Feuchtigkeit vom Atmen, Kochen, Duschen und Wäschetrocknen. Eine vierköpfige Familie produziert etwa 10 bis 12 Liter Wasser pro Tag. Die kalte Fensterscheibe ist im Winter das kälteste Bauteil im Raum. Trifft die warme Luft darauf, wird der Taupunkt unterschritten und Wasser bildet sich.
Dreifachverglasung und Schimmel: ein perfektes Team
Die Sorge, dass neue, hochdichte Fenster mit Dreifachverglasung Schimmel verursachen könnten, ist verständlich. Die gute Nachricht: Ein modernes Fenster ist nicht die Ursache von Schimmel, sondern der erste und wichtigste Schritt zu einem gesunden, schimmelfreien Zuhause. Es arbeitet als Team mit Ihrer Wand, und manchmal braucht dieses Team eine kleine Verstärkung.
Stellen Sie sich Ihr Haus als System vor. Das Ziel ist eine durchgehend warme und dichte Gebäudehülle. Ein neues Fenster mit Dreifachverglasung ist hier der Starspieler. Was passiert, wenn dieser auf eine ältere Wand trifft, hängt vom Baujahr Ihres Hauses ab.
Bei Häusern um 1960 mit 30 Zentimeter ungedämmtem Vollziegelmauerwerk liegt die Wand bei etwa 1,5 W/(m²K), das alte Fenster von 1990 bei rund 2,8. Ein neues Fenster erreicht 0,5. Hier gilt: Fenstertausch zuerst, optional eine Kerndämmung prüfen.
Bei Baujahren um 1980 mit 24 Zentimeter Kalksandstein und einer meist ungedämmten Luftschicht liegt die Wand bei etwa 1,1. Auch hier kommt der Fenstertausch zuerst, die Luftschicht lässt sich nachträglich mit einer Einblasdämmung füllen.
Bei Baujahren um 2000 mit gedämmtem Porenbeton liegt die Wand bereits bei 0,4. Wand und Fenster sind dann auf einem sehr guten Niveau, die Balance stimmt.
Die positive Botschaft für Hausbesitzer:
- Ihr neues Fenster ist immer ein Gewinn. Es stoppt sofort den größten Energieverlust, die Heizkosten sinken, die Oberflächentemperatur der Scheibe steigt und das Kondenswasser an der Scheibe verschwindet.
- Ihr neues Fenster ist ein intelligenter Wegweiser. Sind die Wände noch nicht gedämmt, zeigt es den nächsten logischen Schritt auf. Statt an der kalten Scheibe könnte sich Feuchtigkeit theoretisch an der kältesten Stelle der Wand niederschlagen. Das ist kein Problem des Fensters, sondern eine Chance.
- Die Lösung ist einfach und oft günstig. Gerade bei den in Norddeutschland verbreiteten Häusern mit zweischaligem Mauerwerk aus den Baujahren 1960 bis 1995 lässt sich die vorhandene Luftschicht nachträglich mit einer Einblasdämmung verfüllen. Das ist eine kosteneffiziente Maßnahme, die das gesamte System aus Wand und Fenster auf ein modernes Niveau hebt.
Unser Versprechen als Fachbetrieb: Wir betrachten immer das Gesamtbild. Bei der Beratung vor Ort in Bremen, Verden oder Achim prüfen wir nicht nur Ihre Fenster, sondern auch Ihr Mauerwerk.
Richtig lüften gegen Schimmel
Nach dem Einbau neuer, dichter Fenster ist richtiges Lüften entscheidend. Vergessen Sie dauerhaft gekippte Fenster, das kühlt nur die Wände aus und erhöht die Schimmelgefahr.
- Drei bis fünf Mal täglich für fünf bis zehn Minuten
- Fenster komplett öffnen, nicht nur kippen
- Querlüften: gegenüberliegende Fenster und Türen öffnen
- Heizung während des Lüftens abdrehen
Besonders wichtig ist das Stoßlüften direkt nach dem Duschen oder Baden. Beim Kochen nutzen Sie die Dunstabzugshaube und lüften zusätzlich. Wäsche trocknen Sie nach Möglichkeit nicht in Wohnräumen.
Weitere Ursachen für Kondenswasser
- Falsche Platzierung von Möbeln: Große Schränke direkt an Außenwänden verhindern die Luftzirkulation.
- Zu niedrige Raumtemperatur: Kalte Räume können weniger Feuchtigkeit aufnehmen.
- Baumängel: Wärmebrücken in der Fassade oder undichte Stellen am Dach.
Unsere Lösungen
Fenster mit integrierter Lüftung: Moderne Fenster lassen sich mit dezentralen Lüftungssystemen ausstatten, die für einen kontinuierlichen, minimalen Luftaustausch sorgen, ohne dass Sie manuell lüften müssen.
Warme Kante: Alle unsere Fenster verwenden einen thermischen Glasabstandshalter aus Kunststoff statt Aluminium. Das verhindert eine Kältebrücke am Rand der Verglasung und reduziert das Kondenswasser-Risiko am Glasrand erheblich.
Beratung vor Ort: Wir analysieren Ihre Wohnsituation im Großraum Bremen und im Landkreis Verden und empfehlen die passende Lösung, von der richtigen Verglasung bis zum Lüftungskonzept.


















