Im Sommer geht die Terrassentür zwanzigmal am Tag auf. Im Winter merken Sie, ob sie dicht ist. Nach fünf Jahren wissen Sie, ob der Beschlag etwas taugt.
Genau deshalb ist die Balkon- oder Terrassentür das Bauteil, bei dem sich eine falsche Entscheidung am deutlichsten rächt. Ein Flügel, der in den Raum schwingt und den Esstisch blockiert. Eine hohe Schwelle, über die man mit dem Tablett stolpert. Ein Beschlag, der bei einer zwei Meter hohen Glasfläche irgendwann nachgibt.
Wir liefern drei Bauarten und beraten Sie dazu, welche zu Ihrer Öffnung passt. Der Unterschied liegt nicht nur darin, ob Sie den Flügel drehen oder schieben, sondern auch bei Barrierefreiheit, Sicherheit und Bedienkomfort im Alltag.

Die flache Schwelle entscheidet darüber, ob die Tür in zwanzig Jahren noch passt.
Zwei Bauarten decken die meisten Situationen ab. Welche passt, entscheidet die Breite der Öffnung und der Platz im Raum davor.
Die Dreh-Kipp-Tür. Die häufigste Variante, und das aus gutem Grund. Sie lässt sich drehen und kippen, funktioniert also auch als Lüftungsstellung, und sie erlaubt eine flache Schwelle. Das ist der Punkt, an dem viele Türen scheitern: Wer mit Rollator, Kinderwagen oder Rollstuhl hinaus möchte, braucht diesen Schwellenaufbau.
Die Parallel-Schiebe-Kipp-Tür, kurz PSK. Neben dem Schieben steht auch die Kippfunktion zur Verfügung. Sie hat einen umlaufenden Rahmen und wird deshalb oft als Schiebefenster bezeichnet, zumal sie sich auch in kleinen Größen fertigen lässt. Die PSK liegt damit genau zwischen der Dreh-Kipp-Tür und der Hebe-Schiebe-Tür.
Bei sehr breiten Öffnungen kommt die Hebe-Schiebe-Technik ins Spiel. Diese finden Sie unter Faltwand und Schiebetüren.
Die Öffnungsart ist nur die halbe Entscheidung. Drei weitere Punkte bestimmen, wie zufrieden Sie in fünf Jahren mit der Tür sind.
Barrierefreiheit. Eine flache Schwelle ist kein Thema für später. Wer beim Neubau oder bei der Sanierung daran denkt, spart sich den zweiten Umbau, wenn sich die Lebenssituation ändert.
Sicherheit. Terrassentüren liegen meist hinter dem Haus und sind von der Straße nicht einsehbar. Deshalb gehören sie sicherheitstechnisch auf dasselbe Niveau wie die Haustür, siehe Einbruchschutz für Türen.
Material und Verglasung. Kunststoff, Holz und Aluminium stehen zur Wahl, mit Zweifach- oder Dreifachverglasung. Bei großen Flächen lohnt der Blick auf die Türisolierung, weil die Glasfläche hier den Raum davor spürbar mitprägt.

Eine Terrassentür liegt hinterm Haus. Genau deshalb gehört sie auf Haustür-Niveau gesichert.

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