Was ist Dreifachverglasung? Technik einfach erklärt
Eine Dreifachverglasung besteht aus drei einzelnen Glasscheiben mit zwei hermetisch abgeschlossenen Zwischenräumen. Diese Zwischenräume sind mit Edelgas gefüllt, meist Argon oder Krypton, das als zusätzliche Dämmschicht wirkt. Zusätzlich tragen die Scheiben eine hauchdünne Wärmeschutzbeschichtung, die Wärmestrahlung ins Rauminnere reflektiert.
Das Ergebnis ist ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,5 W/(m²K) gegenüber 1,0 bis 1,3 bei modernen Zweifachverglasungen. Unsere Verglasungen erreichen diesen Spitzenwert und liegen damit deutlich unter dem BAFA-Fördergrenzwert von 0,95.
Die Vorteile im Überblick
Deutlich bessere Wärmedämmung
Einfachverglasungen aus Altbauten vor 1980 liegen bei 5,0 bis 6,0 W/(m²K), Zweifachverglasungen bei 1,0 bis 1,3. Unsere Dreifachverglasung erreicht 0,5. Für ein typisches Einfamilienhaus mit zwölf Fenstern im Landkreis Verden bedeutet der Wechsel von Zweifach auf Dreifach eine zusätzliche Heizkostenersparnis von etwa 80 bis 150 Euro pro Jahr.
Spürbar besserer Schallschutz
Die dritte Glasscheibe und die breiteren Zwischenräume verbessern den Schallschutz erheblich. Dreifachverglasungen erreichen Schallschutzklasse 2 bis 3, also 30 bis 35 Dezibel Dämmmaß. Das ist ein deutlicher Vorteil für Häuser nahe der A1, der B215 oder der Bahnstrecke.
Kein Kondenswasser mehr an der Innenscheibe
Bei Dreifachverglasung ist die innere Glasscheibe deutlich wärmer als bei Zweifachverglasung. Das verhindert Kondensation und damit Schimmelbildung am Fensterrahmen, ein häufiges Problem in norddeutschen Altbauten mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Höherer Wohnkomfort in Fensternähe
Im Winter ist es in Fensternähe oft kalt und zugig. Mit Dreifachverglasung liegt die Oberflächentemperatur der Innenscheibe auch bei minus 10 Grad draußen noch über 17 Grad. Kein Kältegefühl, keine Zugluft.
Nachteile: Was Sie wissen sollten
Höheres Gewicht: Dreifachverglasungen sind schwerer und erfordern stabilere Rahmen und Beschläge. Bei uns ist das selbstverständlich berücksichtigt.
Weniger solarer Wärmegewinn: Die dritte Scheibe reduziert den Energiedurchlass leicht. In Norddeutschland mit vielen bewölkten Tagen ist dieser Effekt minimal und wird durch die bessere Dämmung mehr als ausgeglichen.
Höhere Anschaffungskosten: Dreifachverglasung kostet etwa 100 bis 200 Euro mehr pro Fenster als Zweifachverglasung. Die Amortisationszeit beträgt je nach Heizkosten 8 bis 15 Jahre.
Kosten 2026 für den Landkreis Verden
Ein einflügeliges Kunststofffenster mit Dreifachverglasung in etwa 100 mal 120 Zentimetern liegt inklusive Einbau bei 700 bis 1.100 Euro. Zweiflügelig in 150 mal 130 Zentimetern sind es 900 bis 1.400 Euro. Ein einflügeliges Holzfenster kostet 1.000 bis 1.600 Euro, ein Aluminiumfenster derselben Größe ebenfalls 1.000 bis 1.600 Euro.
Die Preise beinhalten Lieferung, fachgerechten Einbau nach RAL-Richtlinien und Entsorgung der alten Fenster.
BAFA-Förderung 2026
Dreifachverglasung erfüllt die Fördervoraussetzungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude automatisch. Der geforderte Uw-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K) wird mit 0,5 deutlich unterschritten. Die Grundförderung beträgt 15 Prozent, mit individuellem Sanierungsfahrplan 20 Prozent, maximal 12.000 Euro pro Wohneinheit.
Ein Rechenbeispiel: Bei zehn Fenstern zu je 1.000 Euro, also 10.000 Euro gesamt, erhalten Sie 1.500 Euro Grundförderung oder 2.000 Euro mit iSFP. Wichtig ist, dass der Antrag vor der Beauftragung gestellt wird.
Für wen lohnt sich Dreifachverglasung besonders?
- Neubauten im Landkreis Verden und Großraum Bremen, heute Standard nach GEG
- Altbauten mit alten Einfach- oder frühen Zweifachverglasungen vor 1995
- Häuser in Lärmbereichen an A1, B215 oder Bahnstrecken
- Häuser mit Kondenswasser- und Schimmelproblemen am Fenster
- Alle, die langfristig Heizkosten sparen wollen und mindestens zehn Jahre im Haus bleiben


















